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Die DNA-Information - DOC

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Hochgeladen von Admin - 04.10.2007
Autor Autor MFK
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Eine der größten Entdeckungen des 20. Jahrhunderts ist die chemische Beschaffenheit des genetischen Materials. Man bewies, daß eine bestimmte chemische Substanz in abgetöteten Bakterien von lebenden Bakterien aufgenommen werden kann, wobei sich deren pathogene Wirkung überträgt und vererbt! Man identifizierte die chemische Substanz als Desoxyribonucleinsäure, kurz DNS genannt (engl. DNA = desoxyribonucleic acid). Die DNS ist der Träger der Erbinformation. Im Jahre 1953 erkannte man, daß die DNS in ihrem Aufbau einer Strickleiter gleicht und wegen ihrer Spiralform als Doppelhelix bezeichnet wurde. Die Stränge der Leiter bestehen abwechselnd aus Zuckermolekülen (Desoxy-ribose) und Phosphatgruppen, während die sprossen von zwei stickstoffhaltigen Basen gebildet werden. Ein DNS-Abschnitt mit etwa 1000 Basensprossen ist für die Ausprägung eines Merkmals zuständig und bildet eine Erbeinheit (Gen). Die Reihenfolge der Basen ist für die Produktion von Eiweißstoffen (Proteinen) codiert (genetischer Code). Für die Zellen des Organismus ist die Herstellung von Eiweißstoffen wichtig, da diese den Zellstoffwechsel lenken (Enzyme).

Bei einer Länge von 4 m DNS pro Zelle macht sich die DNS klein: In sich doppelspiralig gewunden, wickelt sie sich mehrfach um Eiweißuntereinheiten, die wiederum zu größeren Nucleosomen zusammengeknäuelt sind. Die Nucleosomen werden ihrerseits zu größeren Chromstinfäden zusammengeballt, die in ihrer Gesamtheit das Chromosom bilden. In den 23 Chromosomen-Paaren des Menschen - ein einfacher Satz von der Mutter, einer vom Vater - ist unser komplettes Erbgut verstaut, auf einer Größe von fünf tausendstel Millimeter! Dieser winzige Kern jeder Zelle enthält alle Erbinformationen für die Entwicklung des Menschen. In den vielfach verschlungenen Lebensfäden der DNS sind Bauanleitungen chiffriert, die zur Ausprägung der vererbten Informationen führen. Wenn die Zellen sich teilen, organisiert sich das Fadengewirr der DNS zu mikroskopisch sichtbaren Chromosomen, so daß sichergestellt ist, daß die gespeicherten Erbinformationen vollständig an die Keimzellen und damit an die nächste Generation weitergegeben werden. Tausende Gene sind in den letzten Jahren analysiert worden und ihre Lage auf den jeweiligen Chromosomen bestimmt. Gene können Fehler aufweisen, sie sind mutiert, was zu Erbkrankheiten führt. Zu den Auslösern derartiger Mutationen gehören Alkohol, Nikotin, Medikamente, technische Strahlungen usw. - Der Mensch als Schöpfer von Mutationen!

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